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Nancy Jehmlich studierte Architektur in Berlin, Weimar und Montpellier. Es folgte ein Volontariat bei dem Traditionsblatt „Baumeister“, wo Nancy Jehmlich erstmal die Großartigkeit gutem Produktdesigns näher gebracht wurde. So landete sie in der Online-Redaktion von Stylepark, einer multifunktionalen Plattform für Architektur und Design.

Nach Jahren des Konzipierens, Diskutierens und Publizierens wurde es für sie wieder mal Zeit den Ort zu wechseln und eine neue Aufgabe zu suchen. Sie wurde in Berlin fündig und arbeitet seit Mai 2013 für die Designzeitschrift H.O.M.E., die auch ein Herz für gute Bauprojekte hat. 2013 war sie Jurymitglied beim Designpreis Brandenburg. Hier verrät sie uns im Schnellauf, was sie mit gutem Design verbindet:

kizuco: Frau Jehmlich, Berlin – Weimar – Montpellier – was hat Berlin was, Weimar und Montpellier nicht haben?
Lange Anfahrtswege, Anonymität und ein unüberschaubar großes Angebot. Darüber hinaus eine abwechslungsreiche kreative Szene, die für jeden gestalterischen Ausdruck einen Platz findet.

kizuco: Sie haben Architektur studiert und ihr Herz an gutes Produktdesign verloren – die Grenzen sind gerade für Außenstehende oft fließend. Was macht für Sie den feinen Unterschied der beiden Disziplinen aus?
Tatsächlich beschäftigen sich viele Architekten mit Produktdesign. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es nicht vergleichbar viele Produktdesigner mit der Architektur aufnehmen. Beides gestaltet das menschliche Umfeld. Damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Letztendlich ist es wahrscheinlich der Massstab, der entscheidet, und damit einhergehend die unterschiedlich großen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

kizuco: Ihr Lieblingsort in Berlin – gibt es vielleicht einen der gute Architektur mit gutem Interieur vereint? Oder einfach nur ins Grüne?
Zurzeit sind es eher die Freiräume, die wir suchen, die öffentlichen Räume mit Aufenthaltsqualitäten. Dazu gehört neuestens die Wuhlheide mit Schmalspurbahn und einem Imbissstand mit vielen leckeren Quarksorten.

kizuco: Welches Produkt haben Sie sich zuletzt des guten Designs wegen gekauft?
Die Leuchte „Maki“ von Nendo. Leider habe ich sie noch nicht aufgehängt und kann daher nicht sagen, ob mich der Kauf wirklich glücklich macht.

kizuco: Welchen Designklassiker muss man einfach kennen?
Schwierig. Es gibt Entwürfe, die haben Designgeschichte geschrieben, sind aber nicht so populär geworden. Leicht erkennbar und sehr beliebt sind die Bogenleuchte Arco von Flos, der Acapulco Chair und der Noguchi Coffee Table von Vitra.


kizuco: Welches kizuco-Produkt hat ihr Herz erobert?
Die Teppiche von Mariemeers.



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Vielen Dank für das Blitzinterview! P.S.: Die Lampe sieht bestimmt gut aus: