„You carry the stories of the people that make your clothes.“ Dieser Satz von Ali Hewson (Ehefrau des U2 Sängers Bono) inspirierte die britische Regisseurin Mary Nighy zu dem Fashionfilm „Handprint“, der 2013 zur International New York Times Luxury Conference in Singapur herauskam und jüngst bei den Filmfestspielen in Cannes 2014 mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde.

In den Kleidern die wir tragen steckt die Geschichte der Menschen, die sie machten – das ist die Botschaft hinter dem bewegenden und provokanten Kurzfilm. Eindrucksvoll beschreibt der Film, wie fern uns die Näherinnen aus Bangladesh, die Goldschürfer Afrikas oder der Gerber aus Indien sind, die unsere Kleidung, Schuhe und Accessoires herstellen - trotz der vielen beklemmenden Zeitungsberichte über deren Situation.

„Jede Menge Leute haben unsere Kleider schon berührt, bevor wir es taten“, betont Mary Nighy. „Wenn wir diese Menschen sehen würden oder mit ihnen sprechen könnten, würden wir über sie und auch über unsere Mode anders denken.“ 

Ein Aufruf an uns als Konsumenten, bewusster einzukaufen und wirkliches Interesse am Schicksal der Menschen in der Produktionskette zu zeigen. Erst das Interesse der Verbraucher bewegt die Konzerne dazu, wirklich umzudenken und auf faire und umweltschonende Weise zu produzieren.

In Auftrag gegeben wurde „Handprint“ von Eco-Age, einer Londoner Unternehmensberatung, die sich auf Konzerne der Textilbranche spezialisiert hat, die Mehrwert und Wachstum durch Nachhaltigkeit erzielen möchten.

Die bezaubernde und überzeugende Darstellerin im Film ist übrigens das Modell Elettra Wiedemann - die Tochter von Isabella Rossellini.